Hormon-Smart

Pflege für die Haut im hormonellen Wandel

Die Perimenopause ist eine natürliche Lebensphase, die neue Perspektiven auf den eigenen Körper und die Hautpflege eröffnet. Denn mit den hormonellen Veränderungen stellen sich auch die Bedürfnisse der Haut um. Areum Labs verbindet moderne Hautpflege mit einem tiefen Verständnis für die besonderen Anforderungen der Haut während der Perimenopause und nach der Menopause. Wie? Ganz einfach: hormon-smart.

Östrogen ist der Taktgeber deiner Haut

Die Haut trägt eigene Östrogenrezeptoren, unter anderem auf genau den Zellen, die Kollagen herstellen. Fällt das Signal weg, fällt die Kollagenproduktion mit. Auch ihre Hyaluronsäure stellt die Haut selbst her, und auch dieser Prozess hängt am Hormonsignal.

Die Barriere wird durchlässiger

Die Barriere wird durchlässiger

Ab der Perimenopause verändert sich das Ceramid-Profil der Haut messbar: weniger Ceramide, kürzere Ketten. Der Lipidgehalt der obersten Hautschicht sinkt, der Haut-pH steigt, der Zellumsatz verlangsamt sich. Die Haut gerät schneller aus dem Gleichgewicht und braucht länger, um sich zu erholen.

Dazu kommt der Stress, der in diesen Jahren selten weniger wird. Unter psychischer Belastung steigt der Cortisolspiegel, auch in der Haut selbst, und in Untersuchungen an gesunden Frauen erholte sich die Barriere daraufhin messbar langsamer. Schlafmangel zeigte denselben Effekt.

Trockenheit und Unreinheiten gleichzeitig

Gut jede vierte Frau zwischen 40 und 49 hat Akne. Bei Männern derselben Altersgruppe sind es rund 12 Prozent.** Der Grund ist nicht zu viel Androgen, sondern dass Östrogen schneller fällt als Testosteron. Das Verhältnis kippt, und deshalb können Trockenheit und Unreinheiten in dieser Phase zusammen auftreten.

≈ 25 %

der Frauen zwischen 40 und 49 haben Akne

≈ 12 %

bei Männern derselben Altersgruppe

Was hormon-smarte Pflege daraus macht

Unterstützen, wo körpereigene Prozesse nachlassen.
Aufbauen, was die Hautbarriere verliert.
Weglassen, was sie zusätzlich fordert.

Nach diesen drei Sätzen ist jede unserer Formeln gebaut.

Unterstützen und aufbauen mit Evidenz

Unterstützen und aufbauen mit Evidenz

Goldstandard ist ein etablierter Begriff aus Medizin und Forschung. Er bezeichnet die Art der Studien, also die placebokontrollierte Studie am Menschen und die erzielten Ergebnisse des Wirkstoffs. Genau danach wählen wir aus. Die Leitlinie der Gesellschaft für Dermopharmazie zu Dermokosmetika gegen Hautalterung führt Vitamin A und seine Derivate, darunter Retinaldehyd, sowie Vitamin C, Niacinamid und Peptide in ihrer höchsten Evidenzkategorie, die genau diese Studien verlangt.**** Auch Bakuchiol und Extrakte, wie Grüntee-Extrakt, finden hier eine sehr positive Erwähnung.

Die Retinoide gehören dabei zu den am längsten erforschten Wirkstoffen überhaupt. Retinal, mit dem wir formulieren, ist genau das Molekül, das die Leitlinie in ihrer höchsten Kategorie führt, und es steht in der körpereigenen Umwandlungskette eine Stufe näher an der Wirkform als Retinol.

Wir formulieren mit diesen Wirkstoffen, weil sie genau die Hautprozesse unterstützen, die sonst hormonell gesteuert werden: die Kollagenbildung, die Zellerneuerung, den Schutz vor oxidativem Stress. In den Hormonhaushalt greifen sie dabei nicht ein.

Nicht entweder oder

In der Kosmetik lief es lange auf eine Entscheidung hinaus: entweder Wirkstoffe für ein bestimmtes Hautziel oder eine Pflege, die die Barriere schont. Wir halten das für eine falsche Alternative, aus zwei Gründen:

Erstens: Maximal ist nicht gleich maximal wirksam. Eine Barriere, die ohnehin länger braucht, um sich zu erholen, verträgt keine Hochdosis. Sie braucht die Konzentration, in der ein Wirkstoff belegt wirkt.

Zweitens: Die Barriere wird nicht nur geschont, sondern aufgebaut. Zwei Prozent Niacinamid erhöhten über vier Wochen die Ceramide der obersten Hautschicht um 34 Prozent und senkten den Wasserverlust über die Haut um 27 Prozent. Bei den Barriere-Lipiden selbst entscheidet dann nicht, dass Ceramide enthalten sind, sondern in welchem Verhältnis sie zu Cholesterol und Fettsäuren stehen: Eine cholesterol-betonte Mischung beschleunigte die Erholung gealterter Haut deutlich, eine gleichverteilte bewirkte nichts.

+34 %

Ceramide der obersten Hautschicht

−27 %

Wasserverlust über die Haut

Belegt für 2 % Niacinamid über vier Wochen.

Weglassen, was die Haut zusätzlich fordert

PEGs werden in der Formulierung unter anderem eingesetzt, um die Aufnahme von Stoffen durch die Haut zu erhöhen. Das und auch, weil PEGs kostengünstig sind. Für eine Haut, deren Barriere ohnehin durchlässiger geworden ist, wollen wir das nicht zusätzlich. Es geht auch ohne.

Duftstoffe sind nach Nickel das zweithäufigste Kontaktallergen.*** Frauen und ältere Menschen sind häufiger betroffen als der Durchschnitt. Wir verzichten deshalb auf Parfum und ätherische Öle, damit du bewusst wählen kannst.

Dazu Silikone, Mineralöl, Mikroplastik und alles, was als hormonell bedenklich diskutiert wird. Nicht als Label, sondern als Grundlage. Die vollständige Liste findest du unter „Frei von“.

So entsteht eine Pflege, die du nicht wechseln musst, egal, in welchem Lebensabschnitt du dich gerade befindest. Drei Produkte, zwei Schritte, unter einer Minute.

Pflege, die unterstützt, statt zu korrigieren.
Pflege, die wirkt, ohne zu überfordern.

Quellen

* Kendall AC et al. Menopause induces changes to the stratum corneum ceramide profile, which are prevented by hormone replacement therapy. Scientific Reports 2022;12:21715. n=28 Frauen.

** Collier CN et al. The prevalence of acne in adults 20 years and older. Journal of the American Academy of Dermatology 2008;58(1):56–59. n=1.013 Erwachsene ab 20 Jahren.

*** Alinaghi F et al. Prevalence of contact allergy in the general population: A systematic review and meta-analysis. Contact Dermatitis 2019;80(2):77–85.

**** GD Gesellschaft für Dermopharmazie e.V., Leitlinie „Dermokosmetika gegen Hautalterung“, Stand 13.03.2017. Kategorie 1a bezeichnet In-vivo-Evidenz aus placebokontrollierten Studien, Kategorie 1b In-vivo-Evidenz aus anderen objektiven Methoden.